Jahresbericht 2006
Für den neu zusammengesetzten Vorstand hat das Jahr 2006 im Frühling begonnen, nämlich an der GV am 2. März. Flavia Sutter als Präsidentin, Ursi Jäggi als Aktuarin, Bea Zollinger als Kassierin und Claudia Schoch, Nunzia Trittenbass, Barbara Andenmatten, Romy Greminger und Patrizia Denti als Organisatorinnen wurden von den anwesenden Mitgliedern gewählt oder wiedergewählt. Wir feierten den Abschied von Tanja Boesch, die zehn Jahre als Präsidentin gewaltet hatte und zu einem guten Teil mitbeteiligt war an der Entstehung des neuen Familienzentrums an der Wallisellenstrasse. Auch Sonja Beerstecher, Sonja Ryser und Gaby Hüppi verliessen den Vorstand. Corinna Rieder, selbst langjähriges Mitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied, gab das Amt als Revisorin ab. Tanja Boesch und Gaby Hüppi wurden als neue Revisorinnen gewählt. Zu Ehren von Tanja kamen verschiedene Gäste aus Politik, Vereinen und Arbeitsgruppen, die mit ihr im Laufe ihrer „Karriere“ bei der Elterngruppe zu tun gehabt hatten.
Mit Kinderkleiderbörse, Osternäschtlisuchen, Familienzmittag und Kinderflohmarkt fanden im ersten Halbjahr bewährte Anlässe statt, die immer grossen Zulauf haben und dem Sinn und Zweck der Elterngruppe dienen: Zusammen mit den Kindern etwas erleben, Leute treffen, Kontakte knüpfen, profitieren von Angeboten für Familien.
Neue Leute, neue Ämter – frischer Wind. Im August setzte sich der neue Vorstand zusammen, um das Programm für das zweite Halbjahr zu besprechen und die Aufgaben der Vorstandsmitglieder zu definieren. Bei den Finanzen gab es einiges aufzuräumen und in Ordnung zu bringen. Bea Zollinger hatte aber schnell den Durchblick. Neu betreut Patrizia Denti unsere Homepage, damit immer alle Angaben auf dem neusten Stand sind. Tanja Boesch ist weiterhin für das Layout von www.elterngruppe.ch zuständig. Wir kontaktierten per Telefon unsere Mitglieder und sammelten die Mailadressen derer, die unsere Informationen auch per Mail bekommen möchten. Wir fragten auch nach aktiven Helferinnen unter den Mitgliedern und wurden fündig. Sind wir bei Anlässen auf Mithilfe angewiesen, haben wir nun einige Leute, die bereit sind, zu helfen.
Auch das Freitagskafi brauchte Verstärkung. Im Laufe des Jahres gewann das „Kafi mit Kinderhüeti“ immer mehr Stammgäste, so dass Patrizia Denti Hilfe aufbieten musste: Nun betreuen jeweils zwei Frauen das Kafi von neun bis elf. Wir freuen uns sehr, dass das Freitagskafi für einige zum Treffpunkt geworden ist und dass die Kinderhüeti, die für Mitglieder jetzt kostenlos ist, genutzt wird. Auch Frauen aus anderen Ländern kommen ins Kafi und können so auf unkomplizierte Art Kontakte mit Schweizerinnen knüpfen. Ein guter Beitrag zur Integration von Ausländerfamilien, meinen wir ganz unbescheiden.
Barbara Andenmatten konnte im 2006 20 Babysitter an interessierte Eltern weitervermitteln. Dank einem Rot-Kreuz-Babysitterkurs im April hat sie wieder genügend Babysitterinnen auf der Liste. Für das „Flickstübli“ fanden wir eine Nachfolgerin: Bettina Rüegg, selbst auch aktives Mitglied der Elterngruppe und ausgebildete Schneiderin, bietet gegen Entgelt einen Flickservice für Textiles an. Uebrigens: Die Elterngruppe hat Ende 2006 61 Aktiv- und fünf Gönnermitglieder, sieben traten zwischen April und Dezember aus, elf traten ein.
Kinderkleiderbörse, Weihnachtsbasteln und Flohmarkt verliefen im gewohnten Rahmen. Ein voller Misserfolg, aber eine Erfahrung wert war der geplante Mädchenkurs mit der Sexualpädagogin Beatrice Müller. Der Kurs fand nicht statt, denn es war nur eine Anmeldung eingetroffen. Der Kurs hätte für 12 bis 16-jährige Mädchen eine Gesprächs- und Informationsrunde über Sexualität an drei Mittwochnachmittagen angeboten. Mögliche Gründe für die mangelnden Anmeldungen gibt es viele. Einer davon ist vielleicht der fehlende direkte Draht zu den Mädchen. Die Betreuerinnen in den Jugendtreffs liessen sich nicht einspannen als Vermittlerinnen. Der Familienzmittag stand für einmal unter brasilianischer Flagge: Gastköchin Eliana Kreiner führte Mitköchinnen und Gäste ein in die brasilianische Küche: Feijao preto und Farofa und mehr Delikates gab es zu kosten.
Unter dem Motto „Feuer und Erde“ fand in der letzten Sommerferienwoche auf dem Zelgli-Spielplatz wiederum eine Robinsonwoche statt, organisiert von Tanja Boesch. Auch Elterngrüpplerinnen waren als Helferinnen dabei und man kann wohl sagen, dass die Spielplatzwoche ein voller Erfolg war. 2008 findet die nächste statt!
Das Projekt schulstart+ von Caritas Zürich bietet ausländischen Eltern mit zwei- bis vierjährigen Kindern einen Kurs an: Das Kindergarten- und Schulsystem wird erklärt und es finden Schnuppernachmittage in Kindergarten und Spielgruppe statt. Ziel ist es, den Kindern durch bessere Integration den Einstieg in die Schule zu erleichtern. In Dübendorf, im Familienzentrum, fand ein Kurs für Eltern brasilianischer und portugiesischer Herkunft statt. Flavia Sutter bekam Gelegenheit, die Elterngruppe den Migrantinnen vorzustellen und ihnen den Sinn und Zweck des Vereins zu erklären.
Als kleines Dankeschön für die unentgeltliche Arbeit, die die Vorstandsmitglieder und
Kafihelferinnen geleistet hatten, gab es ein feines Essen.
Dübendorf im Januar 2008
Flavia Sutter, Präsidentin